Freie Rettungshundestaffel
Bonn/Rhein-Sieg

Wir bei Facebook

© 2015 by Die Mantrailer e.V.

  

 

Die ManTrailer - Rettungshundestaffel 

 

Mit viel Geduld und viel Hingabe werden in unsererm Rettungshundezug die Hunde auf ihre spätere Aufgabe als zuverlässiger Lebensretter ausgebildet. Bereits seit vielen Jahren konzentrieren wir uns uns bei der Ausbildung ganz auf das sogenannte Mantrailing.

 

Im Gegensatz zu Trümmerhunden, die nach Explosionen oder Erdbeben im Schutt nach Überlebenden suchen und den Flächenhunden, die Menschen in Wäldern und Wiesen lokalisieren können, liegt das Einsatzgebiet der Mantrailer in dicht besiedelten Gegenden und Innenstädten. Während Trümmer- und Flächenhunde dazu ausgebildet werden generalisiert nach menschlichem Geruch zu suchen, folgt der Mantrailer immer nur einer ganz bestimmten menschlichen Spur. Damit der Hund weiß welche Spur er verfolgen soll, benötigt er einen Gegenstand oder ein Kleidungsstück welches nach der vermissten Person riecht. Vom Punkt des Verschwindens aus kann der Hund dann die Laufspur der vermissten Person aufnehmen. Fertig ausgebildete Hunde sind in der Lage selbst nach Tagen die Geruchsspur eines Menschen sicher zu verfolgen, sogar wenn die gesuchte Person durch eine Innenstadt oder einen Bahnhof gelaufen ist. Aus Zehntausenden von sich überlagernden menschlichen Duftspuren kann der Hund die Spur der gesuchten Person selektieren und verfolgen. Diese Eigenschaften machen das Mantrailer-Team zu einem modernen und äußerst effektiven Einsatzmittel, welches sich bei der Suche nach Vermissten sinnvoll mit weiteren Suchmethoden, wie z.B. der klassischen Flächensuche, oder der Suche mittels Wärmebildkamera vom Hubschrauber aus, kombinieren und ergänzen lässt.

 

Ausbildung der Mantrailer

 

Bei der Ausbildung unserer Teams arbeiten wir mit Methoden die auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft basieren. Um dies zu gewährleisten stehen unsere Ausbilder im regionalen, nationalen und internationalen Kontakt zu anderen Staffeln, Ausbildern und Hilfsorganisationen. Sie besuchen regelmäßig Fortbildungen, sowohl zum Thema Mantrailing, als auch zu sonstigen Hundethemen. Ohne Zwang und Druck setzen wir dabei vor allem auf die Motivation der Hunde, denn nur durch die Freude an Ihrer Arbeit werden aus den Vierbeinern zuverlässige Lebensretter.

 

Unsere Staffelmitglieder kommen aus Bonn, dem Rhein-Sieg-Kreis und dem Bergischen Land. Sie sind ehrenamtlich tätig und investieren große Teile ihrer Freizeit in die Ausbildung zum Rettungshundeführer. Im Rahmen ihrer praktischen Ausbildung durchlaufen Hund und Halter ein mehrstufiges Ausbildungs- und Prüfungssystem, das die Hundeführer Schritt für Schritt auf die späteren Anforderungen im Einsatz vorbereitet. Im Vordergrund der Ausbildung steht dabei nicht nur das Training mit den Hunden, auch die Menschen müssen eine ganze Menge lernen. So werden die Hundeführer unter anderem in Erste-Hilfe an Mensch und Hund, im Umgang mit Karte-Kompass und den Regeln des Sprechfunks unterrichtet. Auf dem Stundenplan stehen aber auch Themen wie allgemeine Kynologie, die Körpersprache der Hunde beim Trailen, Trainingsplanung und Trainingsorganisation, Legen von Trails, Einsatztaktik und Techniken der Leinenführung.

 

Selbstverständlich wird im Training, oft in Kooperation mit Feuerwehr, Polizei und weiteren Rettungshundestaffeln, der Ernstfall geprobt. Dabei müssen die Teams in einem fingierten Szenario eine oder mehrere vermisste Personen auffinden. Bei diesen Einsatzübungen steht nicht die Leistung des einzelnen Hundes im Mittelpunkt, hier ist die Teamleistung der gesamten Staffel gefragt. Die gestellten Aufgaben lassen sich, genau wie im Ernstfall, nur durch den kombinierten Einsatz mehrerer Teams und eine vom Einsatzleiter taktisch klug geführte und professionell agierende Mannschaft erfolgreich lösen.

 

Anforderungen an die Hundeführer

 

Zu erwähnen sind die an die Hundeführer gestellten Anforderungen. Unsere Rettungshundeführer treffen sich an bis zu drei Terminen in der Woche. Regelmäßige Trainingstage sind der Dienstag und der Donnerstag (18:30 bis 22:00 Uhr) sowie der Sonntag (10:00 Uhr bis 16:00 Uhr), hinzu kommen weitere Veranstaltungen, Übungen und Seminare, die ebenfalls vorwiegend an den Wochenenden abgehalten werden. Neben dem notwendigen Zeitbudget müssen unsere Hundeführer ein gewisses Maß an körperlicher Fitness und eine hohe Teambereitschaft mitbringen. Die uns am häufigsten gestellte Frage „Ist mein Hund zum Rettungshund geeignet?“, lässt sich pauschal leider nicht beantworten. Grundsätzlich ist jeder ausreichend motivierte Hund in der Lage diese Art von Sucharbeit zu leisten, völlig unabhängig von seiner Rasse, seinem Gewicht, seiner Herkunft und seinem Alter. Zwar sagt man Jagdhunden im Allgemeinen und den Schweißhunden im Besonderen eine Eignung zum Mantrailer nach, ein Umkehrschluss ist aber nicht möglich und oft hat der kleine Mischling aus dem Süden genau die gleiche Freude an dieser Arbeit. Wegen der langen Ausbildungsdauer von gut 3 Jahren können jedoch nur junge Hunde neu in die Staffel aufgenommen werden.

Interesse an der Rettungshundearbeit

 

Sollten wir mit diesem Text Ihr Interesse an unserer Arbeit geweckt haben, zögern Sie nicht sich mit uns in Verbindung zu setzen. Sofern Sie ein Engagement in unserer Staffel in Erwägung ziehen, freuen wir uns auf Ihre Anfrage. Gerne informieren wir Sie ausführlich und beantworten Ihre Fragen. Ein Engagement im Bereich der Rettungshundearbeit ist übrigens auch ohne Hund möglich. Unsere Einsatzhelfer sind ein unverzichtbarer Bestandteil der Staffel, sowohl im Training als auch in Einsätzen.

 

Außerdem besteht jederzeit die Möglichkeit das Training der Rettungshunde als Zuschauer zu verfolgen. Dabei erhalten Sie einen umfassenden Einblick in unsere Arbeit und erleben die Leistungsfähigkeit unserer Teams. Den jeweils nächsten Trainingsort können Sie ganz unkompliziert telefonisch bei einem der unten aufgeführten Kontakte erfragen. Wir freuen uns auf ihren Besuch.

 

Weitere Infos zur Nachwuchssuche