Freie Rettungshundestaffel
Bonn/Rhein-Sieg

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Informationen zum Mantrailing

 

Was sucht der Hund?

 

Jeder Mensch besitzt ein individuelles Geruchsbild, ähnlich einem Fingerabdruck. Pro Minute verlieren wir rund 20.000 bis 40.000 kleinste Teilchen in fester, flüssiger und gasförmiger Form (Haut- und Haarschuppen, Haare, Speichel, Schweiß, Atem, Kleidungspartikel und Bakterien). Diese Moleküle setzen sich durch die Schwerkraft für uns als Menschen unsichtbar auf der Spur (dem Trail) ab und markieren damit den begangenen Weg. Hunde sind in der Lage sich solche Geruchsbilder zu merken und können deshalb auch die Spur einer bestimmten Person aus vielen anderen menschlichen Gerüchen herausfiltern und verfolgen. Sie finden selbst mehrere Tage alte Spuren wieder. Das Mantrailing dient im Einsatz dem Auffinden von vermissten Personen, oft Kinder, demente Menschen oder Suizidenten.

 

Der Hundeführer ist wichtig

 

Wer sich dem Mantrailing widmet, braucht viel Verständnis und Wissen rund um die Sprache und das Lernverhalten des Hundes. Durch die Bereitschaft viele verschiedene Hunde zu beobachten und aus deren Arbeit zu lernen, erlangt der Hundeführer ein gutes Gespür für das Trailen. Er muss das Tier Hund richtig studieren wollen, denn es genügt nicht nur den eigenen Hund auszubilden. Eine gewisse Sportlichkeit ist für das Mantrailing selbstverständliche Voraussetzung, denn die Arbeit ist anstrengend und verlangt viel Konzentration. Der Hundeführer muss mental ständig präsent sein, ihm darf nichts entgehen - und das oft über weite Strecken und in schnellem Tempo.

 

Beim Trailen lernt der Mensch unheimlich viel über seinen eigenen Hund, erkennt sofort, wo das Tier mühelos arbeitet und was ihm Schwierigkeiten bereitet. Er kann beobachten wann sein Hund Witterung bekommt, wie er sie aufnimmt und wie er sie dann ausarbeitet. Mantrailing verlangt intensives und häufiges Training. Ein guter Aufbau erfordert einiges an Zeit. Im Bereich der Rettungshundearbeit dauert es sicherlich drei Jahre oder mehr, bevor der Hund in einen Einsatz gehen kann. Diese Zeit muss man ihm aber unbedingt zugestehen, denn er braucht die Erfahrung um Probleme die auf ihn zukommen auch selbständig lösen zu können.

 

Retter aus Leidenschaft

 

In unserer Staffel stehen die Mantrailer ehrenamtlich im Dienste der Mitmenschen. Die Hundenase besitzt Fähigkeiten, die der Mensch mit keinem technischen Gerät erzielen kann. Zu beobachten wie der Hund menschliche Hautschuppen riecht ist einfach faszinierend. Für die im Einsatz stehenden Mantrailer ist es die Kombination, mit dem Hund einer sinnvollen Beschäftigung nachzugehen und dadurch auch Menschenleben retten zu können, die sie antreibt und sie niemals ruhen lässt. Immer wieder geht der Hundeführer selbst an seine Grenzen und erfüllt seinen wertvollen Job auf freiwilliger Basis - im Dienste der Mitmenschen.